2009 | Die Physiker

Friedrich Dürrenmatt

Handlung

Der geniale Physiker Möbius hat die Weltformel entdeckt: ein sicheres Mittel zur Vernichtung der Erde in den Händen einer moralisch degenerierten Menschheit. Er erkennt die Gefährlichkiet seiner Entdeckung, flüchtet aus Angst vor den Folgen seiner Forschungen in die geschlossene Anstalt von Fräulein Mathilde von Zahnd und spielt den Verrückten. 

Aber zwei Geheimdienste sind ihm bereits auf der Spur, Krankenschwestern werden erdrosselt, auch die anderen beiden Patienten scheinen etwas zu verheimlichen… 

Im Mittelpunkt dieses 1962 entstandenen, grotesken Polit-Krimis steht die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft. Der Schweizer Autor wählte für das Stück die Form einer bitterbösen Komödie, seiner Meinung nach „die einzig mögliche dramatische Form, heute das Tragische auszusagen“.

Ein wesentliches Element in den Physikern ist die Verstellung, das Vorstäuschen falscher Tatsachen und ihre Auswirkung auf die Identität.  Die drei Physiker und die Irrenärztiin spielen eine Rolle, d.h. sie spielen anderen etwas vor. Im Falle von Newton und Einstein handelt es sich sogar um eine doppelte Verstellung, da sie ja in Wirklichkeit nicht die sind, für die sie sich ausgeben. Diese mehrfachen Identitäten durch jeweils zwei Schauspieler verkörpern zu lassen, erschien uns als eine Möglichkeit, das Wesen der Verstellung im Moment der Demaskierung mit den Mitteln des Theaters auszudrücken: Herbert Georg Beutler, der sich für Newton ausgibt, wird in dem Moment, in dem er die Tarnung fallenlässt, nicht nur zu einem anderen Menschen, zu dem, der er in Wirklichkeit ist (Alec Jasper Kilton), sondern auch von einen anderen Darsteller gespielt, ebenso wie Ernst Heinrich Ernesti / Einstein, der sich als Joseph Eisler entpuppt.

Ensemble

Fräulein Dr. Mathilde von ZAHND, Irrenärztin – Katharina Ossberger

Marta BOLL, Oberschwester – Petra Rieder

Monika STETTLER, Krankenschwester – Sylvie Schauhuber

Uwe SIEVERS, Oberpfleger – Wolfgang Atzler

BIG MAC, Pfleger – Jakob Watzek

Herbert Geoerg BEUTLER, genannt NEWTON (Patient) – Josef Forstner & Maria Blank

Ernst Heinrich ERNESTI, genannt EINSTEIN (Patient) – Roland Ortner & Barbara Meitz

Richard VOSS, Kriminalinspektor Rudolf Simmer

REIBLOCHER, Spurensicherer – Reinhard Blank

Assistentin – Hellena Watzek

Crew

Licht – Peter Heinz Watzek

Ton – Fritz Watzek

Geräuschkulisse – Reinhard & Maria Blank

Regie – Sabine Watzek

Souffleuse – Christine Ehrenstrasser

Maske – Monika Lehner

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